Claude Stanush (1918-2011) – ein schlesischer Texaner, der in Amerika Karriere machte

Der Gedanke, dass Schlesier sich in der amerikanischen Kulturlandschaft der Westernfilme oder durch ihre journalistische Tätigkeit in weltbekannten Zeitschriften ausgezeichnet haben können, mag zwar im ersten Moment überraschen, doch spätestens bei der Auseinandersetzung mit dem immer noch viel zu selten ergründeten Themenfeld der schlesischen Texaner werden  diese Phänomene nachvollziehbar.  Während sich die deutschsprachige Wissenschaft dem Thema der „schlesischen Cowboys“ bislang wenig widmete, wurden sie in polnischen und englischsprachigen Quellen oft irrtümlicherweise als Polen verzeichnet, was zu  der entsprechend falschen Annahme verleiten ließ, es handle sich dabei um Polen und somit um eine der Polonia zugehörigen Menschengruppe. Auch bei der Selbstbeschreibung begehen die Nachkommen der Oberschlesier in Texas den Fehler, von den bisherigen inkorrekten Narrativen geleitet, sich als Polen zu beschreiben und der polnischen Sprache mächtig zu sein.  Dabei sprechen die Vertreter der ältesten lebenden Generation nachweislich das zu westslawischen Sprachen zugehörige Schlesisch und sind nur mit Schwierigkeiten imstande die polnische Sprache zu begreifen. Das Schlesische genießt zwar in Polen aus politischen Gründen keinen Status einer Regionalsprache, doch ist es in Amerika eine von der Library of Congress (amerikanische Kongressbibliothek) anerkannte eigenständige westslawische Sprache. Obwohl dieser Gedanke von einer selbstständigen Sprache seitens zahlreicher renommierten Wissenschaftler und Schlesienforscher der Gegenwart unterstützt wird, u.a. von Joanna Rostropowicz, Tomasz Kamusella, Zbigniew Kadłubek, Jolanta Tambor u.v.m., so unterlief bislang das historische Narrativ bezüglich der Herkunft von den schlesischen Texanern einer mangelnden Korrektur und bedarf einer weiteren Bearbeitung in der Zukunft.[1]

 

Ein schlesischer Cowboy aus Texas

Claude Stanush gehörte zu jenen Personen, die sich über die schlesischen Wurzeln seiner Vorfahren bewusst waren. Dank ihnen, wie er betont, habe er die amerikanische Kulturlandschaft als Journalist, Essayist, Drehbuchautor und Schriftsteller prägen können. Er kam am 18. Juni 1918 als Claude Ignatius Stanush im Haus seiner Eltern – Frank Stanush und Mary Burda-Stanush – in San Antonio, Texas, zur Welt. Das Elternhaus stand fünfzig Fuß von dem Ort, an dem heute der 229 m hoher Turm Tower of the Americas über San Antonio empor ragt, denn hier befand sich bis zu den 1960er Jahren die von den schlesischen Auswanderern gegründete Siedlung und die heute nicht mehr existierende katholische Kirchengemeinde St. Michaels.

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Die schlesischen Werte in Texas

Zu den hierbei angeführten und von Stanush explizit als „schlesisch“ bezeichneten Werten seiner Vorfahren zählen: Die Liebe zur Heimat (sowohl die verlassene und mystisch gewordene Heimat – Oberschlesien, wie auch die neue Heimat – Texas) und zum Acker, tiefer Glaube (katholische Konfession) und das Gefühl für die Transzendenz, das Bedürfnis nach Freiheit, die Achtung der Menschenwürde, und Eigenschaften wie Mut, Ausdauer, Belastbarkeit, Ehrlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Ein wichtiger Faktor, den er von seinem Großvater mütterlicherseits – Ignatius Burda – vermittelt bekam, war die Wert des Lernens, den er in folgenden Satz zusammenfasste: „Lernen, lernen, und nochmals lernen, um so viel wie möglich über die von Gott geschaffene Welt zu erfahren.“[2] Das Bewusstsein über die Abstammung dieser Werte, die er als typisch für schlesische Auswanderer aus seiner Familie identifizierte, bekam Stanush von seinen Großeltern vermittelt, die entweder noch in Schlesien oder auf dem Schiff nach Amerika geboren worden sind, wodurch die Erinnerung an die alte Heimat – Schlesien – in Erzählungen seiner Mutter am Leben erhalten worden war, die sie von ihren Eltern erzählt bekam.

 

Schwieriges Jahr der persönlichen Prüfungen

Da 1929 Claudes Vater – Frank Stanush – verstarb, und es zudem das Jahr des großen Börsenkrachs war, woraufhin die Bank, in der die Familie Stanush ihre Ersparnisse hielt, Konkurs ging , musste von nun an seine Ehefrau samt ihrer drei Kinder Frank Junior, Claude und Marie die Farm weiter betreiben, um so für den Unterhalt der Familie zu sorgen. Obwohl der 14-jährige Frank Jr. und der 11-jährige Claude sich um die Ranch so gut sie konnten kümmerten, verendete die Hälfte ihrer Viehzucht aufgrund einer Anthrax-Verseuchung der Wiesenböden, auf denen das Vieh geweidet hatte. Trotz aller  widerfahrener Schicksalsschläge sprach Frank Jr. einen Satz aus, der für den jungen Claude der erste Beweis einer schlesischen Ausdauer und Belastbarkeit war, und sich in seiner Wahrnehmung einprägte: „Ein Glück, dass dieses Schicksal uns nicht direkt getroffen hat, denn wir können uns nun zusammenreißen und durch harte Arbeit versuchen, daraus das Beste zu machen.“

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Katholisch geprägte Ausbildung

Trotz dieser Belastung in seinen jungen Jahren schloss Claude Stanush 1933 im Alter von 15 Jahren die Central Catholic High School erfolgreich ab. Danach setzte er seine Ausbildung in Form eines Englisch-Studiums an der St. Mary’s University in San Antonio fort, das er 1939 mit der Bestnote summa cum laude beendete. Seine erste berufliche Erfahrung sammelte es als Fotoreporter bei der Zeitung San Antonio Light, wo er später sogar über Angelegenheiten des Parlaments des Staates Texas berichtete. Die erste Begegnung mit einer interviewten Person blieb ebenfalls unvergessen, da es sich dabei um eine Suizid-gefährdete Dame handelte, die sich bei der Zeitung kurz vor Heiligabend meldete. Claude Stanush ließ die Frau sprechen, dabei lernte er ihre ganze Lebensgeschichte kennen, woraufhin sie schließlich vergaß, dass sie sich das Leben nehmen wollte.

 

Ausdauer ist der Schlüssel zum Erfolg

Mitte der 1940er Jahre bewarb sich Stanush das erste Mal beim renommierten Life Magazine in New York, bei dem lediglich Absolventen der amerikanischen Ivy-League[3]-Universitäten Chancen auf eine Anstellung hatten. Trotz seines geduldigen zweiwöchigen Wartens im Gebäude der Redaktion wurde der schlesische Texaner zu keinem Vorstellungsgespräch eingeladen. Im Jahre darauf flog er erneut nach New York mit dem gleichen Ziel. Diesmal erfolgte ein beiläufiges Gespräch im Flur der Redaktion zwischen dem damaligen Chefredakteur und Stanush, bei dem der junge Claude gefragt wurde, was seine Qualifikationen seien.  Er erwiderte: Ausdauer. Diese durch sein mehrtägiges Warten unter Beweis gestellte Ausdauer führte dazu, dass der schlesische Amerikaner trotz eines fehlenden Ivy-League-Abschlusses eine Anstellung als Life-Magazine-Journalist in Hollywood antrat, wo er zahlreiche amerikanische Stars interviewen durfte, u.a. Charlie Chaplin. 1949 zog Stanush endgültig von Hollywood nach New York, da er zuvor an einem Artikel über Bob Crosby, einem amerikanischen Cowboy, gearbeitet hatte, der aufgrund seiner Abstammung aus Texas als „schlesischer Cowboy“ die besten Voraussetzungen für dieses Thema innerhalb der Redaktion besaß und einen Erfolg erzielte.

 

Western-Drehbücher eines schlesischen Texaners

Der Erfolg dieses Beitrages von Stanush über Bob Crosby bestand darin, dass er zuerst 1946 im Life Magazine als „King of the Cowpokes“ („König der Kuhtreiber“) veröffentlicht und dann im „Reader’s Digest“ nachgedruckt wurde, bis schließlich der Filmproduzent Jerry Wald seinen Willen darüber äußerte, den Text zu einem Drehbuch umschreiben zu lassen und zu verfilmen. Obwohl Stanush bis dahin keine Erfahrung in Sachen Drehbuch gesammelt hatte, wurde er damit beauftragt, die Rolle des Beraters beim Drehbuchschreiben zu übernehmen. Letztlich kam 1952 der Westernfilm „The Lusty Men“ von Nicholas Ray heraus, bei dem Susan Hayward und Robert Mitchum mitspielten. Dies war der Durchbruch für Claude Stanush, der fortan seinen weiteren Karriereweg von New York aus betrieb.

 

Als Leiter der Religionsabteilung

Am Hauptsitz des Life Magazines übernahm Stanush die Funktion des Leiters der Abteilung für religiöse Themen. Es passte ihm insofern, dass sein bisheriger schulischer und akademischer Werdegang an Bildungseinrichtungen der katholischen Kirche stattgefunden hatte und von einem tiefen Glauben und einem großen Interesse an der Transzendenz geprägt war. Um sich jedoch auch Wissen über andere Weltreligionen anzueignen, schrieb sich der schlesische Texaner für einige Religionskurse (u.a. Hindusimus) an der Columbia University ein.  Schließlich flog er nach Indien, um sich mit der Religionslehre des Hinduismus ausführlicher auseinanderzusetzen. Dort interviewte er Sarvepalli Radhakrishnan, dem damaligen Vize-Präsidenten Indiens und einem berühmten Religionsphilosophen, wie auch  Jawaharlal Nehru, den Privatsekretär Mahatma Gandhis und späteren Ministerpräsidenten Indiens.

Als Abteilungsleiter des Life Magazines für Weltreligionen war es ihm möglich Interviews mit renommierten Theologen durchzuführen wie Paul Tillich, Reinhold Niebuhr, Priester John Courtney Murray. Für die Artikelreihe im Life Magazine, die den größten Weltreligionen gewidmet war („The World’s Great Religions“/“Die größten Weltreligionen“), erhielt Claude Stanush eine Auszeichnung des Ökumenischen Rats der Kirchen (Weltkirchenrat).

 

Ein Blick in die Vergangenheit des Weltalls

Als Journalist des Life Magazines konnte er auch über andere Themen schreiben, die seinen Interessen entsprachen. Auf diese Weise entschloss er sich über das Weltall zu schreiben. Dabei ergab sich für ihn die einmalige Chance, den Astronom Edwin Hubble bei seinen Forschungen zu begleiten. Dr. Hubble, nach dem das 1990 eingesetzte Weltraumteleskop benannt wurde, wurde bereits zu Lebzeiten als „Columbus des Weltraums“ bezeichnet, da er u.a. mit Hilfe eines neuartig entworfenen Teleskops in entfernte Galaxien und zugleich in die Vergangenheit des Weltraumes blicken konnte. Stanush war es möglich, Hubble auf den Mount Palomar in Südkalifornien zu begleiten, auf dem sich das Palomar-Observatorium befindet. Nach diesem Aufenthalt veröffentlichte er am 9. Oktober 1951 den Artikel „The Geography of the Universe“ („Die Geographie des Universums“), für den er zusammen mit Kenneth MacLeish den Science Journalism Award (Wissenschaftspreis für Journalisten) der American Association for the Advancement of Science (AAAS; Amerikanische Gesellschaft zu Unterstützung der Wissenschaft) erhielt.

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Darüber hinaus arbeitete Stanush an einer Reihe, die den berühmten Weltbibliotheken gewidmet war, und schrieb u.a. über die Library of Congress oder die Widener Library der Harvard-Universität. Obwohl in Planung noch weitere Artikel über die British Museum Library in London, die Biblioteque Nationale in Paris oder die Vatikanischen Apostolischen Bibliotheken waren, entschied sich Stanush mit der Arbeit beim Life Magazine aufzuhören, um sich einem weitaus größeren Thema zu widmen.

 

Das Gute und seine Bedeutungen

1962 kehrte Claude Stanush in das heimatliche San Antonio in Texas zurück, um sich den Wunsch zu erfüllen, einem Weltphänomen auf die Spuren zu gehen, das ihn seit seiner Kindheit beschäftigte – die Frage nach dem „Guten“ und welche Bedeutungen es in unterschiedlichen Kulturkreisen besitzt. Er studierte fortan selbstständig über vier Jahre lang alle wichtigen Werke der Theologie, Philosophie und Weltliteratur: Das Alte und Neue Testament, die klassischen griechischen Philosophen, dann die des Mittelalters und späterer Epochen – von Plato und Aristoteles über Augustinus von Hippo, Descartes, Kant, Goethe bis hin zu Dostojewski, Freud und Sartre. Seine Schlussfolgerungen hinsichtlich der Bedeutungskomplexität vom „Guten“ und ihrer diversen Auslegungsmöglichkeiten, die oft zur Ursache von Kriegen werden, präsentierte Stanush in Form zahlreicher Vorträge an amerikanischen Universitäten. Des Weiteren wurden seine Überlegungen zu diesem Thema in Form einer 12-teiligen Reihe in der Zeitung „San Antonio Express-News“ veröffentlicht und zur Nominierung mit dem Pulitzer-Preis vorgeschlagen.

 

Weitere Werke des schlesischen Texaners

Neben den bereits erwähnten Artikel-Reihen und Drehbüchern veröffentlichte Stanush auch seine geschriebenen Texte in Buchform. Dazu zählt die Essayreihe „The World In My Head“ („Die Welt in meinem Kopf“) von 1984, eine Sammlung gesellschaftskritisch-ethischer Kommentare, die davor als wöchentliche Kolumne bei der Zeitung San Antonio Express-News erschienen waren. Dann folgte 1988 die Kurzgeschichtssammlung „The Balanced Rock and Other Stories“ („Der ausgewogene Fels und andere Geschichten“). Darüber hinaus schrieb Claude Stanush zusammen mit seiner Tochter Michele den 2003 veröffentlichten Roman „All Honest Men: A Biographical Novel“ („Alles ehrliche Männer: Ein biografischer Roman“).

Aus seiner Feder entstammte 2007 ein Sammelband von Kurzgeschichten „Sometimes It’s New York“ („Manchmal ist es New York“), worin u.a. die Kurzgeschichte „Live and Let Live“ („Lebe und erlaube zu leben“) zu finden ist, in der Stanush seine heimatliche Region Hill Country bei San Antonio in Texas zu den Hintergrundkulissen der Geschichte werden ließ.

Darüber hinaus hat Claude Stanush als Co-Drehbuchautor zu „The Newton Boys“ („Die Newton Boys“) mitgewirkt, dessen Verfilmung 1998 von der Hollywood-Filmproduktionsgesellschaft 20th Century Fox realisiert wurde, in dem die berühmten Schauspieler Matthew McConaughey und Ethan Hawke die Hauptrollen übernahmen. Des weiteren arbeitete Stanush am dazu gehörigen Dokumentarfilm „The Newton Boys: Portrait of an Outlaw Gang“ („The Newton Boys: das Portrait einer Banditenbande“), der wiederum die goldene Auszeichnung sowohl beim Texas Film Festival wie auch beim International Film Festival in the Virgin Islands gewann.

Auf eine Interviewfrage, wie man eine gute Geschichte verfasst, antwortete Stanush, die Zielsetzung eine gute Geschichte zu entwickeln sei bereits der Fehler zu Beginn des Schreibprozesses, denn wer schreiben will, müsse zuerst den Versuch schreiben zu wollen aufgeben, ganz zu schweigen von der Absicht, dies gut zu vollbringen.

 

Weitere Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Für seine Werke erhielt der schlesisch-texanische Schriftsteller, Essayist, Drehbuchautor und Journalist Claude Stanush zahlreiche Auszeichnungen, wie 1978 den Preis fürs kreative Schreiben der National Endowment for the Arts („Nationale Stiftung für Künste“), den J. Frank Dobie Award und eines der ersten Dobie Paisano Fellowships vom Texas Institute of Letters (TIL) und der Texas-Universität in Austin. Neben den Auszeichnungen war er selbst sehr gesellschaftlich-kulturell engagiert, da er selbst als Verfasser und Berater der Rockefeller Foundation in Angelegenheiten der anhaltenden Armut in den USA tätig war. Zudem leitete er das American Issues Forum („Forum zu amerikanischen Fragen“), ein Programm, das vom National Endowment for the Humanisties („Nationale Stiftung für Geisteswissenschaften“) ins Leben gerufen wurde, um den innergesellschaftlichen Dialog zu stärken.

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Die kulturelle Sphäre seiner Heimat Texas trieb er voran, in dem er einer der Mitbegründer und Präsident der Artist Alliance of San Antonio („Künstlervereinigung von San Antonio“) war, wie auch 6 Jahre lang den Vorsitzenden-Posten der San Antonio’s Fine Arts Commission („San Antonios Kommission für Schöne Künste“) innehatte.

 

Familie

Claude Stanush war ein schlesischer Texaner, der sich über seine Wurzeln im weit entfernten Oberschlesien bewusst war und die von seinen familiären Vorfahren geprägten Werte nicht verleumdete, sondern sie als treibende Kraft seines Lebens auszuschöpfen wusste. Bei der 2004 an der Theologischen Fakultät in Oppeln  abgehaltenen Konferenz anlässlich der 150-jährigen Auswanderung der Schlesier nach Texas war Stanush zum ersten Mal in der Heimat seiner Vorfahren und berichtete über die Bedeutsamkeit dessen, was ihn in seinem Leben vorangetrieben hatte und vieles zu erreichen ermöglichte. Dabei verwies er explizit auf die schlesischen Werte, von denen die unerschöpfliche Neugierde an der Welt und der Gedanke ans Transzendente, somit an das Göttliche im Leben, gekoppelt an die fleißige Arbeitsamkeit und Wertschätzung des Lernens von ihm besonders gepriesen wurden.

Claude Stanush war ein echter schlesischer Cowboy aus Texas, der die intellektuelle und kulturelle Sphäre von Texas und den USA mitgestaltet und vorangetrieben hat. Als er während eines Mittagsschlafs im Alter von 92 am 26. März 2011 starb, wusste man um seinen Verlust zu trauern, doch seine zahlreichen Hinterlassenschaften in Form von Initiativen und Büchern zeugen von seinem aktiven Lebensweg, den er als Familienmensch zusammen mit Ehefrau Barbara, Poetin und Essayistin, und seinen drei Töchtern Julie, Pamela und Michele (ebenfalls Schriftstellerin) und drei Enkelkindern Grant, Sydney und David beschritt.

 

Literatur:

Adam Kubik: Die ´schlesischen Cowboys´ auf der Suche nach dem Herkunftsland. Das Geschichtsnarrativ zu den Schlesiern in Texas als Herausforderung für die moderne Schlesienforschung. In: Pelka, D./Rostropowicz-Miśko, M. (Hg.), Schlesien in Europa. Schlesien und die Herausforderungen der Gegenwart: kulturelle und soziale Aspekte, Band 11, Łubowice-Opole (2019), S. 95-143.

Anna Musialik-Chmiel: Amerykańscy Ślązacy. Dziedzictwo – Pamięć – Tożsamość. Katowice (2010), S. 172-186

Bill Minutaglio: Remembering Claude Stanush. A Texas literary giant and mentor. Texas Observer, March 28, 2011. URL: https://www.texasobserver.org/remembering-claude-stanush/

Claude Stanush: From Silesia to Texas and to the Universe. In: Jaskóła P. (Hg.), Dalecy a bliscy. Materiały międzywydziałowego sympozjum zorganizowanego w okazji 150. Rocznicy obecności Ślązaków w Teksasie. Opole (2004), S. 46-55

Internet Movie Database (IMDb): Claude Stanush (1918-2011). URL: https://www.imdb.com/name/nm0822827/

Silesian Texans: In Memoriam – Claude Ignatius Stanush 1918-2011. URL: https://silesiantexans.com/tributes/

Steve Bennett: Stanush explores motivations in ‚Sometimes It’s New York‘. San Antonio Express-News/Chicago Tribune, May 30,2007. URL: https://www.chicagotribune.com/news/ct-xpm-2007-05-30-0705250983-story.html

Steve Bennett: Author wrote for Life, E-N. My San Antonio, March 28, 2011. URL: https://www.mysanantonio.com/community/article/Author-wrote-for-Life-E-N-1308995.php

 

Adam Kubik – Doktorand der Universität Heidelberg, aktuell bilingualer Lehrer beim Verein  Pro Liberis Silesiae,

dotkorand universitejtu we Heidelbergu, terŏzki bilingualny rechtor we vereinie Pro Liberis Silesiae.

 

[1] Eine kritische Auseinandersetzung in der deutschsprachigen Wissenschaftsliteratur unterzog 2019 Adam Kubik in seinem Artikel „Die ‚schlesischen Cowboys‘ auf der Suche nach dem Herkunftsland“. Diese wäre bereits in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die linguistischen Analysen von Reinhold Olesch möglich gewesen, da er den Nachweis erbrachte, es handle sich um eine identische Sprachvariation zwischen der in den 1930er Jahren in Oberschlesien und in den 1960er Jahren in Texas gesprochenen slawischen Sprache, die leider aufgrund der wissenschaftlich nachgewiesenen politisch-manipulierten Geschichtsschreibung Schlesiens seitens der Volksrepublik Polen nicht zugelassen waren. Zudem ist die kulturelle und seelsorgerische Tätigkeit des aus Oberschlesien stammenden und in Texas tätigen schlesisch-amerikanischen Pfarrers Franciszek „Frank“ Kurzaj von Bedeutung, der durch populärwissenschaftliche Publikationen Klarheit über die oberschlesische Herkunft der schlesischen Texaner zu schaffen versucht.

[2] Claude Stanush hielt einen Beitrag über seinen Lebensweg bei der 2004 veranstalteten Konferenz anlässlich des 150. Jahrestages der Auswanderung von Schlesiern nach Texas an der Theologischen Fakultät der Universität Oppeln. Dabei zählte er die angeführten Eigenschaften auf und umschrieb sie als „schlesische Werte“, über deren Präsenz er sich auf seinem Lebensweg bewusst war.

[3] Acht private Elite-Universitäten der USA: Yale, Harvard, Princeton, Penn, Brown, Columbia, Cornell, Dartmouth. Diese Universitäten werden als die prestigeträchtigsten Universitäten der Welt angesehen. Ivy-League bedeutet wortwörtlich übersetzt Efeu-Liga, von der Pflanze, die meist die Hochschulgebäude bewächst.

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