Monika Neumann: Altes Holz auf zŏlyty

Seine Schuhe hinterließen tiefe Spuren auf der dünnen Schneedecke, die das Laub zu verdecken versuchte. Mit jedem Schritt deckte er den dicken goldenen Teppich, den die heruntergefallenen Blätter bildeten, wieder auf. Bei jedem Atemzug sah er eine weiße Nebelspur seinem Mund Richtung Himmel entfliehen und irgendwo zwischen denjenigen Blättern, die der erste Novemberschnee nicht dazu bewegen konnte das Gewölbe des Waldtempels, das aus tausenden Ästen bestand, zu verlassen, verschwinden.

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Vorsichtig bückte er sich, sammelte das gehackte Holz ein und legte es auf den sich langsam bildenten Stapel. Dieser brauchte zwar seine Zeit, um zu wachsen, aber seit dem frühen Morgen, an dem die Männer angefangen hatten im Wald zu arbeiten, war er schon deutlich gewachsen.  Er schaute sich um und sah seinen Vater mit dem Nachbarn leidenschaftlich diskutieren und dabei auf einen trockenen, toten Holzstamm zeigen.

–Becie tyn strōm tes ścinać?- rief er.

-Przeca widzis, ze to sam sōm yno suski- antwortete der Vater und zeigte mit seiner großen, viereckigen Hand auf eine Fichte, deren Nadeln schon ganz trocken waren -Banie cym pŏlić bez zima, pra sōmsiŏd?

-Ja, te dwa banōm jus dla wŏs. Tejla zeście sie dzisiej zy mnōm narobili.

-Wasŏ dzioucha tes na szkubki dō nŏs przisła.

-Ja, ale ôna pewno wiyncej kołŏca zjadła, jak piyrza sporzōndziōła.

-Jŏ myśla, ze ôna sie dojś tak u nŏs narobiōła- antwortete der Junge. Ein ihm unbekannter Impuls zwang ihn dazu, ein gutes Wort für das gerade erst genannte Mädchen einzulegen. Er sah den beiden älteren Männern in die mit Falten geschmückten Gesichter und als er die Verwunderung in ihren Augen bemerkte, wurde er wieder durch seine Schüchternheit überwältigt und wandte den Blick nach unten auf seine von der Kälte roten Hände. Mutter wird ihm schön einreden, was sie davon hält die selbstgestrickten Handschuhe zu vergessen, auf Mitleid war zu Hause nicht zu rechnen. Nach einigen Sekunden hörte er ein leises, unterdrücktes Kichern, das so typisch für seinen Vater war und machte sich so schnell, wie möglich, wieder ans Holztragen.

Nach einiger Zeit hörten sie ein Pferd laut wiehern. Seine Hufen bebten gegen den vom Frost harten Waldweg, der zu ihnen führte. Das Pferd zog einen Wagen, auf den sie das Holz, die größeren Zweige und nach dem Beenden der Arbeit, schließlich auch sich selbst laden werden. Die Zügel hielt der Nachbarssohn, aber auf dem Jungen, entdeckte er noch einen anderen farbigen Fleck- ein blaues Tuch das einen widerspenstigen hellen Zopf zu zähmen versuchte.

–Niy ma wōm zima? Jŏ yno ździebko sie przejechoł i jus sie nie moga docekać jak banam w dōma chlipoł zupa mamy. Jak wōm posło papa?

-Elegancko, dziynki sōmsiadōm. A w dōma porobiōne jus wszisko?

-Ja, przeca wiys papa jak by mie mama pogoniōła, jakbych sie nie wziōn za robota.

-I dobrze, zgniłych dziejci zym nie chowoł.

-Papa, nie mankolic, a napij sie teju. Przywiōzłach dla wŏs wszyjstkich coś ciepłego do picia i wuszt, co na ôgniu sie zarŏs przigrzejecie- fügte das Mädchen hinzu. Geübt sprang es vom Wagen herunter und nahm die Tassen und ein Gefäß mir der heißen, noch dampfenden, aromatischen Flüssigkeit in ihre Hände. Den beiden älteren Männern verteilte sie die Tassen ruhig, ohne einen Tropfen zu verschütten, als sie aber die Tasse dem Jungen geben sollte, verlor ihre Hand die geübte, bekannte und wohlige Ruhe. Ein schüchternes Lächeln erleuchtete ihr helles Gesicht.

–Trafiōłś do dōm w tamtej mgle?- fragte sie ihn, wobei sie ihr Gesicht etwas zur Seite drehte und mit Interesse nach oben in seine kugelrunden Augen schaute.

–Ja, świetle mie prowadziuło- antwortete er ihr und wollte zwinkern, was ihm aber nicht gelang, weil ein Hackschnitzel, das bis jetzt geübt auf einer etwas zu langen Haarsträhne balancierte, zu der Einsicht kam, das nun der perfekte Moment gekommen ist, sich auf die Wimpern und gleich danach direkt auf den Augapfel zu verlagern. Ein leises Fluchen entkam dem Jungen, worauf ein leises Kichern des Mädchens folgte, das die versprochene Wurst holen ging.

Der Junge, dessen Gesicht nun ganz rot wurde, wandte sich einem Haufen von Ästen zu und versuchte ein kleines Feuer zu entfachen.

–A nie lepiej by tak sztrahecle wziōńś?- fragte der Bruder des Mädchens und zog eine Packung Streichhölzer aus seiner Hosentasche – Gowy nie strać, bo jŏ jej po lesie szukać nie banam- sagte er, wobei er selbst nicht wusste, ob dies ein Scherz oder doch ernsthaft gemeint war. Er schaute dem armen jungen dann doch sehr ernst in die Augen und versuchte der Rolle des fürsorglichen, älteren Bruders gerecht zu werden, zudem fand er die Verlegenheit seines Freundes wunderbar lustig und deswegen er wollte noch ein bisschen darauf spielen, um seine Laune an diesem kalten Tag zu verbessern.

Das Mädchen wollte den Männern nicht im Wege stehen und etwas behilflich sein, als sie aber einen etwas kleineren Holzstamm hoch bekam, nahm der Nachbarssohn schweigend, aber durchaus entschieden, ihr diesen aus den Händen und legte ihn selbst auf den Holzwagen. Es blieb ihr also nichts anderes übrig, als das Feuer und die auf die längeren Äste aufgespießten Würste zu hüten. Dabei schaute sie den Männern bei der Arbeit zu und wurde nachdenklich.

Der Wald sah aus, als ob er sich nicht entscheiden konnte, ob es schon Winter oder doch noch Herbst war. Der Schnee lag nun wie zart gewebte Spitze auf den Blättern, ließ aber dabei die bunte Farbenpracht noch einmal zum Himmel schauen, denn schon bald sollte sie im leisen Schlaf vergehen. Die Luft war eisig kalt, sie durchbohrte die Lungen bei jedem Atemzug mit einer angenehmen fröstelnden Frische und malte das milchig weiße Gesicht des Mädchen auf den Wangen und auf der Nase rot. Ihre Augen ließen den Frost jedes Mal verschwinden, als ihr Blick warm und herzlich auf den Nachbarssohn fiel. Dieser fühlte ganz genau, wann die hellen Augen seinen Bewegungen folgten, aber nach dem Abenteuer mit dem etwas unbeholfenen Zwinkerversuch, ließ er weitere Avancen sein. Das Mädchen wiederum zerbrach sich an jedem Wort, das seltsam unbeholfen aus ihrem Mund viel, ihre Zunge. Es war, als könne ihr Verstand keine gemeinsame Sprache mit ihren Sprechwerkzeugen finden. Sie beschloss also, alle weiteren Sprechversuche zu lassen und sich auf schüchterne Blicke zu beschränken, die sie durch ihre langen Wimpern warf. Dabei wurde ihr Gesicht immer enger mit dem blauen Tuch eingehüllt.

Die älteren Männer müssten wohl blind sein, um die Funken, die Mal für Mal zwischen den beiden jungen Menschen flogen, zu übersehen und begangen immer lauter darüber zu scherzen. Sie mussten sich aber beide eingestehen, dass sie die Zeiten noch gut in Erinnerung hatten, als sie selbst so unbeholfen waren. Sie schleppten damals eine nur halb so hohe Zahl auf ihrem Rücken, trugen viel weniger Falten auf ihren Gesichtern und leider auch deutlich mehr Haare auf ihren Köpfen.

Als alles Holz auf dem Wagen war, das Pferd einen Beutel mit Heu bekam und sie alle sich dem Feuer näherten, setzte sich der Junge noch schüchterner, falls dies noch ging, neben das Mädchen. Als er dann den Entschluss fasste, etwas zu sagen, presste sich der Bruder des Mädchens zwischen die beiden und machte es sich gemütlich. Zuerst zwinkerte er seiner Schwester, dann seinem Kollegen zu und lachte herzhaft über die wunderbare Vorstellung, die er heute bekommen hatte. Er nahm eine Wurst, wickelte sie mit etwas Brot ein und rief:

–No to Mahlzeit!- und biss mit deutlicher Befriedigung in das bescheidene, aber schmackhafte Mahl.

–Jak my sie na tym wozie sam pomieścimy?- fragte nach einiger Zeit der Junge und blickte auf den vollen Wagen

–Ôoo.. jŏ by sie nie martwiōł. Na klin mie weźmies i jakoś dojedziymy- antwortete der Vater dem jungen und klatschte auf seine Knie.

–To jŏ moze lepiej na kole do dōm pojada- lachte das Maedchen und zeigte auf das Fahrrad, mit dem ihr Vater heute Morgen gekommen war und das jetzt ruhig an einen Baum gelehnt stand.

–Ni ni, jŏ kołym pojada, a później ftoś wōm je ôdprowadzi- widersprach der Junge, der nichts davon hören wollte, das er gemütlich auf dem Wagen sitzten und das Mädchen allein auf dem Fahrrad nach Hause fahren soll.

-Ftojś- lachte der Vater seinem Nachbarn hinzu- Co powiys Alfred, przijedzie ôn w kōńcu kiedyś na zŏlyty, bo jŏ jus na to patrzeć nie umia, jŏ sie całe życie tejla za Marikōm nie naślypiōł, co tyn twōj synek dzisiej.

-Widzis, modŏ generacjŏ, takie to lylki, za nic sie do porzōndku wziōńć nie poradzōm. Zŏlyty na suskach.

-Suski na zŏlytach- scherzte der Vater des Mädchens weiter und zeigte mit der Hand, in der eine angebissene Wurst mit Brot steckte, auf den mit Holz überladenen Wagen.

Eine merkwürdige Stille umwob danach die Versammelten und nur das Knistern des Feuers verscheuchte die Waldgeräusche und eine einsame Eule, die zu rufen begann.

-To jŏ moze na niedziela kołŏc upieka?– fragte das Mädchen. Als Antwort bekam sie ein herzhaftes Lachen von drei Männern und einen intensiven Blick des vierten. Dieser lächelte nun seltsam selbstsicher, als sei die ganze Schüchternheit und Unbeholfenheit des Tages fort.

–To jŏ moze w niedziela koło ôdwieza- sagte er.

 

Polnisch-oberschlesische Version hier.

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Mōnika Neumann

„Te ôpolske dziołchy, wielkie paradnice, kŏzały se posyć cerwone spōdnice…” Monika Neumann czerwonej spódnicy jeszcze nie posiada, ale ôpolskōm dziołchōm jest z krwi i kości. Jest absolwentką Instytutu Filologii Germańskiej w Opolu i już za bajtla odkryła w sobie szczególne upodobanie do historii o tym, jak na jej małym skrawku Ślōnska bōło piyrwej.

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